Wird die Text- und Bildspalte schmaler als 21 cm gewählt erscheint die web-site nicht korrekt!
4.9. (V10.6.1)Johanna Voegeli (ab 25.02.1932 Feldmann-Voegeli)
4.9.1. Leben in der Schweiz nach der Flucht
(G10.S9)Nach der Flucht von Riga nach Zürich durfte (V10.6.1)Hansi von Juni 1919 bis kurz vor Pfingsten 1921 bei (V10.8)Onkel Conny und Tante Lore leben und war selig wieder zur Schule gehen zu dürfen und als Hausgehilfin bei einer armen-reichen leicht geisteskranken Frau einspringen.
".. Aber vermutlich war es für Onkel Conny und Tante Lore auf die Dauer zu schwer – pekuniär und wohl auch, weil ich so wahnsinnig gern lernte und die viel besseren Noten hatte als die arme Erika, ihre Tochter. Ich wäre glatt im Seminar aufgenommen worden damals und wollte furchtbar gern Lehrerin werden, studieren, immerzu lernen und meine Lehrer waren auch sehr dafür. Bis zu ihrem Tode habe ich guten Kontakt mit diesen lieben Lehrern gehabt".
4.9.2. Rückkehr nach Riga 1921
Ich musste dringend zurück nach Riga um endlich (Gü4.3)Mami verdienen zu helfen... So wurde folgendes ausgemacht: Ich wurde in Zürich in den Zug gesetzt bis Berlin, hatte eine weisse Blume am Mantel. An dieser Blume sollte mich eine wildfremde Frau in Berlin erkennen und in ihre Wohnung führen, wo Omama Olga Günther-Friedrichsohn von Onkel (Gü4.4)Sascha kommend, mich erwartete. Dort schliefen wir auch eine Nacht. Am anderen Tage brachte uns diese Dame zum Zug nach Stettin wo abgemacht war, dass uns ein Wandervogel ans Schiff „Ostsee" bringen sollte. Soweit klappte alles gut – Omama Günther war damals 61 Jahre alt und ich 16 Jahre. Aber als wir mit allem Gepäck an einem Freitagvormittag zum Schiff kamen hiess es, das Schiff fährt erst am Samstag. Bitte Wohin??? Nun, unser Kapitän erbarmte sich unser und liess Omama und mich in unsere Kabine – wo wir dann ganz allein blieben, bis uns am Samstag früh die Putzfrauen mit ihren Besen und ihrem Geschnatter weckten. Es war Pfingstsamstag – ein kleines adrettes Schiff, wunderbar blauer Himmel und Sonne. Es war eine wundervolle Seereise, die bis Montagabend dauerte, aber der Lotse kam erst am Dienstag früh – so waren wir erst am Dienstag in Riga.
Mami (Gü.4.3)holte uns ab. Unterdessen war unsere ehemalige Wohnung im Krieg durch Granaten zerstört worden und (Gü.4.3)Mami und die alte Frau Weber lebten zusammen mit allen Möbeln in einem riesigen Saal bei Bekannten in Riga. Da hatten auch Omama Olga Günther-Friedrichsohn und ich noch genug Platz. Wenn man sich diese Säle vorstellt!
Dann fand Mami, (Gü.4.3)Toni Voegeli-Günther eine Wohnung in Hagensberg, jenseits der Düna, mit 4 Zimmern, einer Küche – keinem Bad, nur ein kleiner
Raum der es hätte werden sollen. Und dahin zogen wir alle Vier. Wir hatten es gut zusammen, nur kam die Zeit, da das Geld immer knapper wurde. Mami bat Tante (Gü4.9)Lusa, dass sie monatlich einen kleinen Beitrag für die Mutter spenden möge – leider verlangte daraufhin Tante (Gü4.9)Lusa, dass ihre Mutter, Olga Günther-Friedrichsohn zu ihr nach Mitau komme. Schade!! Tante Lusa und ihre eigene Mutter haben sich nie gut verstanden. (Gü.4.3)Toni Voegeli-Günther hatte sich mit der Stiefmutter ausgesöhnt und alles war gut.
Riga war jetzt Lettland und die lettische Schulbehörde anerkannte meine in der Schweiz geleisteten Schuljahre nicht auch nicht meine so sehr guten Zeugnisse. So war der Traum studieren zu dürfen ausgeträumt.
(G10.S.6)Hansi war inzwischen 17 Jahre alt und durfte die Schule nicht mehr besuchen, sondern musste dringend der Mutter helfen Geld zu verdienen. Ihre erste Stelle war als Bürohilfe auf dem Schweizer Konsulat in Riga. Dort erhielt sie eine wunderbare Extra-Arbeit. Ein Oberlehrer, Herr Blumenthal, der von ihrer Vorliebe zu schreiben und Verse zu schmieden hörte, bat sie für ihn eine Übersetzung in Versen aus dem 1625 geschriebenen Theaterstück von Burkard Waldis, "Der verlorene Sohn" zu übernehmen. Mit Begeisterung arbeitet sie den ganzen Sommer daran. Es wurde zum Reformationsfest aufgeführt. Es gab nur zwei weibliche Rollen darin, die Verführerinnen des verlorenen Sohnes. Die eine Rolle durfte Hansi übernehmen. Mehrere ehemalige Lehrer und Studenten wirkten dabei mit. Dieser Kreis von Laienspielern, zu dem sie nun auch gehörte, hat darauf noch jahrelang Theaterstücke aufgeführt.
4.9.3. Ihre Begegnung mit Pastor Oskar Schabert
In diese Zeit fiel auch die erste Begegnung mit dem alten Pastor Oskar Schabert von der alten Gertrud-Kirche in Riga. Neben vielen anderen Aufgaben leitete er auch das Blaue Kreuz, die Stadtmission und war oberster Leiter des Christlichen Vereins junger Männer und Frauen in Riga. Zur Zeit der Kommunistenherrschaft war er nicht wie manche andere Pfarrer nach Deutschland geflohen.
(G10.S.9) Das glücklichste Lebensjahr war das zwanzigste, dann durfte sie endlich einen Kindergartenkurs besuchen und Wandervogel werden. Der Leitspruch der Wandervögel lautete "Rein bleiben und rein werden", das ergänzte sich gut mit dem Motto, das sie für sich aufsetzte: "Fröhlich sein und lieb haben". Es gab ja so vieles zum lieb haben. Da waren die kleinen Kinder in den städtischen Kinderhorten, wo sie jahrelang arbeiten durfte. Und da waren die vielen lieben Alten, die in ihren Asylen auf diese Mädchen warteten, dass sie ihnen ein wenig aus der Bibel oder dem Gesangsbuch vorlasen, ihnen etwas flickten, sie ein wenig zärtlich streichelten und manchmal ihnen von zuhause einen kleinen Leckerbissen mitbrachten. Jahrelang durfte sie zu dieser kleinen Hilfstruppe des CVJM gehören. Das war das schönste in ihrer Jugendzeit.
Etwas vom Schwersten aber war der heimliche Kampf mit ihrem so heissen und unruhigen Blut, das nach dem Du schrie und nach eigenen Kindern. So viele Kameradinnen hatten Liebe erfahren dürfen nur sie noch nie, trotzdem sie durch ihre Verwandten viel mit Studenten zusammentraf. Einmal sagte ihr ein junger Mann ganz freimütig: Sie sind als Liebchen zu schade und um zu heiraten zu arm!
Dann wurde sie 25 Jahre alt, lernte einen jungen Mann kennen und da er ihr die Ehe versprach wurde sie seine heimliche Frau. Wenige Wochen lang dauerte nur das vermeintliche Glück, dann verliess er sie auf Geheiss seines Vaters weil sie zu arm sei.
In dieser schrecklichen seelischen und körperlichen Not erhielt sie plötzlich ein Briefchen von Pastor Schabert, ob sie bereit wäre seine Sekretärin in den Sommermonaten zu vertreten, er erwarte sie. Ahnte er etwas von ihrer Not? Woher wusste er wohl, dass sie wieder arbeitslos war? Dass sie völlig verzweifelt am Boden lag? Dass sie versucht hatte sich das Leben zu nehmen, weil sie ihre Mädchenehre verloren hatte?
(G10.S.10) Sie folgte seinem Ruf. Es wurden gesegnete Wochen. Pastor Schabert und seine zierliche Frau behielten sie den ganzen Tag bei sich, sogar zum Mittagessen. Nach dem Essen musste sie eine halbe Stunde in Pastor Schaberts eigenem grossen Lehnstuhl ausruhen. Er selbst stiess sie fast hinein und befahl ihr streng: "Da bleibst Du und erholst Dich, bis ich Dich wieder zum weiter schreiben rufe".
Zum Schreiben selbst sassen sie auf der grossen Veranda deren eine Seite offen auf den grossen stillen Garten schaute. Auf eine weite grüne Rasenfläche umrahmt von hohen dichten Beerensträuchern auf die so strahlend die warme Sonne schien.
Sie sassen sich am Tisch direkt gegenüber. Pastor Schabert hatte seine Notizen vor sich liegen und sie tippte alles was er diktierte direkt in seine Schreibmaschine. Es sollte ein Buch werden. Ein lebenswahres Buch über die Christenverfolgung in Russland, von wo er manchen heimlichen Brief erhalten hatte.
Alles was er diktierte erschütterte und packte ihre Seele bis ins Innerste sie vergass völlig ihr eigenes Ich mit ihrem Weh.
Da geschah es, als sie wieder ein neues Blatt in die Maschine einrollen musste, dabei aufblickte und ihre Augen hinaus in den Garten schauten. Und - da sah sie hinten im Garten zwei lichte Engel stehen die ihnen freundlich zulächelten. Sie sah die weissen Gewänder und die hohen Flügel weit hinausragen über die Beerensträucher am Zaun. Pastor Schabert blickte sie erstaunt an und fragte, "was hast Du Mädchen"? Da sagte sie ihm:" Herr Pastor, in ihrem Garten stehen zwei Engel und sehen so freundlich auf uns". Er war sonst ein so ein nüchterner Mensch, sie fürchtete er würde sie auslachen, aber nichts dergleichen geschah. Er sah sie nochmals an, schaute in den Garten, dann sagte er still und sehr liebevoll: "dann freu Dich und schreib weiter".
(G10.S.11) Dies gab ihr die Kraft in einer späten Stunde dem lieben Pastor ihren tiefen Fall zu beichten. Er war es dann auch, der wenige Monate später darauf drang und durchsetzte, dass sie die Stadt Riga verliess und im November 1930 für immer in die Schweiz fuhr.
4.9.4. Rückkehr von (10.6.1)Johanna Lilly Voegeli im November 1930 und Leben in der SchweizBald lernte sie ihren lieben Mann Dr. Alfred Feldmann kennen. Pastor Schabert hat es noch erlebt, dass sie am 19.02.1932 heiratete. Das Hochzeitsfest wurde bei ihren lieben Tanten im Sunnahüüsli in Braunwald gefeiert.
Sie wohnten damals in der Stadt Glarus, wo ihr Mann als Sekundarlehrer unterrichtete. Kurz nach der Geburt ihres zweiten Töchterchens erreichte sie der letzte Gruss von ihm, bevor Pastor Schabert an einem Herzleiden starb.
4.9.5. Rückkehr ihrer Mutter (Gü4.3)Toni Günther-Voegeli, in die Schweiz
Kurz vor ihrer Heirat liessen sie ihre nun 60 Jahre alte Mutter Toni von Riga zu sich nach Glarus kommen. Sie brachte noch einige alte geliebte Möbel und die kleine Aussteuer für Hansi mit. (Siehe Papier-Ordner Quellen Q16S.S4 vom 12.02.1932) Liste des Zügelgutes
Am 12.02.1932 erstellte das Schweizerische Konsulat in Riga für den Umzug von Toni in die Schweiz eine Bestätigung dass die umstehend aufgeführten Sachen tatsächliches Eigentum der genannten sind. (Im Original Q16K.QO, ist die Bestätigung enthalten) Bestätigung des Konsulates Riga
Am 02.06.1932 schreibt sie mit Absenderadresse Frau Ant. Voegeli, Glarus, bei Dr. A. Feldmann an das Schweizerische Consulat, Valdemaras iela Nr.9 Riga, mit der Bitte, alle ihre Papiere auf die hin sie den Schweizer Pass ausgehändigt bekam, nach Glarus an das Polizei Amt zu senden.
Am 09.06.1932 bestätigt das Schweizerische Konsulat dem Polizeiamt Glarus das Bürgerrecht der genannten.
Ihre Mutter war ihnen eine grosse und getreue Hilfe, besonders bei der Pflege der kleinen Maria, deren Taufmutter sie auch wurde.
Im Frühling 1934 lag die liebevollste Tante (V10.5)Gustchen schwer krank mit Krebs im Spital Glarus. Sie war als einzige ihrer Geschwister unverheiratet geblieben. Fast täglich besuchten sie die liebe Tante im Spital. Wie sehr würden sie das lustige Augenzwinkern vermissen, die vielen Spässchen, das so liebevolle Leuchten ihrer graublauen Augen.
4.9.6. Die Geschichten von (V10.6.1)Johanna Feldmann-Voegeli (Hansi)
(G10.S.12) Es waren schwere Jahre in Glarus. Ihr Mann alles Neuem weit aufgetan, war den Alteingesessenen, an veralteten Gebräuchen verhafteten Mitarbeitern einfach nicht gewachsen. So zogen sie Mitte September 1935 nach Zürich, wo ihr Mann dann an der Gewerbeschule Lehrlingen Unterricht erteilte.
(G10.S.16) Sie gab ihren sechs Kindern jeden Sonntagmorgen eine Art Sonntagschule und jeden Abend lass sie ihnen ein Kapitel aus der Bibel vor. Ihr Mann Alfred Feldmann, der aus der Kirche ausgetreten war, liess sie gewähren.
So hat sie dann eben ihr siebtes Kind, Hanneli, als Alfred die Taufe durch einen Pfarrer verweigerte, am Muttertag 1943, als das Kind schon dreiviertel Jahre alt war, selbst getauft. Ihr Mann, ihre Mutter und alle ihre Kinder waren anwesend. Maria die Älteste durfte ihr kleines Schwesterchen im Taufkleide hineintragen und halten.
Als Taufspruch gab sie ihr den eigenen Konfirmationsspruch mit auf den Lebensweg: "dass mein Leben Deine Rechte mit ganzem Ernst hielte".
(G10.S.18) Alfred waren die Erlebnisse von Hansi mit den Engeln doch etwas fremd. Einmal sagte er zu ihr: "Wenn Du vor hundert Jahren gelebt hättest, hätte man Dich sicher als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt, Du bist manchmal etwas unheimlich".
(G10.S.19) Am 15.09.1944, als ihr jüngstes Kind, Herta Elisabeth, erst ein halbes Jahr alt war, mussten sie ihre schöne Mietwohnung in Zürich verlassen. Sie fanden auf dem Lande in Wettswil in einem alten ehemaligen Bauernhaus eine neue Heimat. Hier starb auch, mit fast 86 Jahren ihre liebe Mutter Toni,
Hier starb auch ganz plötzlich, nach 20 jähriger Ehe ihr herzleidender Mann Alfred.
Ende September 1965 sollte nun das alte Haus, das sie mit ihrem Mann selbst renoviert hatte verkauft werden.
(V10.6.1)Hansi war schon verheiratet, schon Mutter von 4 Kindern, als (Gü4.8)Olga Maria Voegeli-Günther (Lalla) sie einmal besuchte und Hansi ihr von der schlimmen Kriegszeit in Riga erzählte. Da sagte Olga Maria Voegeli-Günther: "Hättest Du uns geschrieben, mein Mann (V10.7)Jeannot hätte dir geholfen"! Da kullerten plötzlich die Tränen von Hansis Augen.....
Was (Gü4.10)Hans Günther sehr erstaunt hat war, dass (Gü4.8)Olga Maria Voegeli-Günther und auch Hansi den Hang zum dichten hatten. (Gü4.10)Hans Günther hat von Jugend auf Gedichte und Bücher geschrieben – nun – (V10.6.1)Hansi auch. Von Hansi ist vieles gedruckt worden. Damit hat sie sich über Wasser halten können nach Fredy Feldmanns Tod. Bücher hat sie leider nicht zustande gebracht, trotzdem sie es furchtbar gern wollte. So hat sie das angefangene Buch „So war Mutter" (über Toni's Leben) niemals beendet. Nur viele Kurzgeschichten und Gedichte wurden gedruckt. Von einem kleinen Theaterspiel „Der Tod geht um", das zweimal gedruckt wurde, sagte Onkel Hans: "Wenn Hansi es erweitert hätte, wäre es bühnenreif gewesen". Versagt! Ein kleines Beispiel: Einmal ärgerte sich Hansi über die Kaltherzigkeit ihres lieben Schwagers Markus, setzte sich an den Schreibtisch und schrieb:„Die kleine Legende vom Eiszapfen", sandte es ein und es wurde sofort angenommen und sie bekam wenigstens Fr. 25.- für ihren Ärger. Als Gisela konfirmiert werden sollte, wusste sie nicht woher das Geld für Kleider nehmen. Da schrieb sie zwei grössere Manuskripte, sandte sie der Weltwoche ein und bekam zusammen mit ein paar anderen Sachen Fr. 300.- - und konnte ihr die Kleider kaufen. Leider hat sie viele Manuskripte verliehen, verschenkt und nie zurückbekommen.
Inhaltsangaben zu den zehn von Johanna Feldmann-Voegeli (Hansi) verfassten Geschichten.
(Wer die Geduld aufbringt jede einzelne Seite der Geschichten im Link anzuklicken kann alle Geschichten lesen.)
Geschichte Nr. 1: so war's einmal. Erinnerungen aus dem Strandleben am Baltischen Meer. Erschienen in den Glarner Nachrichten 1933
Mädchen verbringen in den Sommerferien wundervolle Tage am Strand des Baltischen Meeres. Der schöne lockere Föhrenwald mit der hügeligen Dünenlandschaft. Strandpicknick. Waten durch die Sandbänke, Angst vor den Wellen und dem Untertauchen, Diskussionen über die moderne Jugend, Mittagszeit, Fischräucherei, Siesta im kühlen Waldschatten, Abendstimmung. Gesch1.Einl, Gesch1.S1, Gesch1.S2, Gesch1.S3, Gesch1.S4, Gesch1.S5, Gesch1.S6, Gesch1.S7, Gesch1.S8 , Gesch1.S9, Gesch1.S10.
Geschichte Nr. 2: Lisel. Gedruckt im Berner Sonntagsblatt 1955
In der Zeit des ersten Weltkrieges 1914-18 in Riga. Erinnerungen an die kleine Privatschule und an die Klassenkameradin Liesel Albat, die ausgegrenzt und immer wieder gezüchtigt wurde, nur weil sie arm war und zuhause für ihre vier Geschwister sorgen musste, weil der Vater arbeitslos und ein Trinker war und die Mutter auswärts putzen musste. Sonntagsbesuch als die liebe Mutter zuhause war. Der Krieg und die Ruhr ändert alles. Sie verliert die Lisel aus den Augen. Gesch2.S1, Gesch2.S2, Gesch2.S3.
Geschichte Nr. 3: I wam toshe, Dieses Manuskript um etliche Seiten verlängert, ausführlicher ist unter dem Titel: " Nur ein Bissen Brot", im Winter 1953 in der "Weltwoche" erschienen, bebildert sogar, ich erhielt dafür Fr. 200.-, so dass ich die Konfirmationskleider für Gisela kaufen konnte. Erlebnis Russischer Gastfreundschaft in Lyon, Besuch eines Russisch Orthodoxen Gottesdienstes. Gesch3.S1, Gesch3.S2.
Geschichte Nr. 4: Die kleine Legende vom Eiszapfen. März 1953 beim Regina-Verlag für Fr. 25.-. Ein kleiner, klarer Tautropfen träumt von der schönen Erde und wird zum Eiszapfen. Seine Schönheit wird bewundert. Nach dem Regen fällt er auf die nackte braune Erde und ein Hund schleckt ihn auf. Gesch4.S1, Gesch4.S2, Gesch4.S3.
Geschichte Nr. 5: Die alte Tänzerin. Ferienerlebnis in München 1954, Regina-Verlag 1954. Besuch bei Bärbel, der Trambahnschaffnerin in München. Kurzer Besuch der Wiesen bei Bier und Wurst. Ein altes betrunkenes Weib, eine alte Tänzerin tanzt wie im Traum vor der johlenden Männerschar zu schöner Musik. Gesch5.S1, Gesch5.S2, Gesch5.S3,
Geschichte Nr.6: Michael. Erschienen im Reformierten Kirchenblatt. Begegnung mit dem Schutzengel Michael. Nächtliches Gespräch über den Bruder Mensch. Gesch6.S1, Gesch6.S2, Gesch6.S3.
Geschichte Nr. 7: Der Tod geht um, Theaterstück. Der Tod tritt als Wanderer auf und nimmt den jungen Alfred mit und besucht alle Frauen die Söhne und Männer im Krieg haben. Frauen und Mädchen stellen in einer Fabrik Munition her. Darstellung der Kriegsschrecken. Gesch7.S1, Gesch7.S2, Gesch7.S3, Gesch7.S4, Gesch7.S5, Gesch7.S6, Gesch7.S7, Gesch7.S8, Gesch7.S9, Gesch7.S10, Gesch7.S11, Gesch7.S12.
Geschichte Nr. 8: Zwei Engel sind eingetreten. Weihnachten 1947. Weihnachtsfeier mit den Grosseltern, den Eltern und allen Kindern. Nach der Feier erzählt die Mutter den Kindern die Geschichte von den zwei Engeln im Garten von Pastor Schabert in Riga. Gesch8.S1, Gesch8.S2, Gesch8.S3, Gesch8.S4, Gesch8.S5.
Geschichte Nr. 9: In Grossmutters Stübchen, in Wettswil, Weihnachten 1947.
Weihnachten mit Schnee, Tee in Grossmutters Stübchen mit den schönen alten zarten Porzellantassen. Mit dem Christkind sind wir zwölf! Alle erzählen Geschichten. Grossmutter erzählt von den Weihnachten in Riga während dem Krieg. Gesch.9.S1, Gesch9.S2, Gesch9.S3, Gesch9.S4, Gesch9.S5.
Geschichte Nr. 10: Und die Engel dienten ihm, Januar 1967. Erinnerungen an die Jahre in Riga vor, während und nach dem Krieg 1914-18. (Teilweise in die Familiengeschichte integriert.)
Ihre Mutter (Gü4.3)Wilhelmine Lilly Antonie Voegeli-Günther (Toni) starb 1957 80 jährig in Wettswil im Haus der Familie von (10.6.1)Johanna Feldmann-Voegeli.