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4.8. (V10.4)Marie Nolcken-Voegeli                          

4.8.1. Reise in die Schweiz während dem ersten Weltkrieg
466.1.Beil.3.Fo 2.FB.31.MarievNolck1919Offenbar ist (V10.4)Marie Nolcken-Voegeli vor 1919 in die Schweiz zurückgereist, denn zusammen mit ihrem Bruder (V10.8)Conny holte sie ihre zwei Schwestern (V10.3)Ella Beck-Voegeli und (V10.4)Auguste Voegeli sowie ihren (V9.4)Vater Johann Balthasar Voegeli-Drescher und Onkel (V9.5)Paul Voegeli-Rabensee mit seiner Frau Anna, die mit dem Flüchtlingszug des Roten Kreuzes in die Schweiz geflüchtet waren, am 17.06.1919 in Zürich am Bahnhof ab und begleitete sie zwei Tage später nach Braunwald.
Wann genau Marie aus dem Baltikum in die Schweiz zurückgekommen war, konnte ich nicht herausfinden.

 

 

 

 

 

4.8.2. In Braunwald "Kaffeestübli" und "Sunnahüüsli"
468.1.Beil.3.Fo 9.FSu.6.Sackhuusli468.1.Sackhüüsli mit ehemaliger Lehrerwohnung470.1.Beil.3.Fo 9.FSu.12.KaffeegasteOffenbar wirteten die drei Geschwister (V10.3)Ella Beck-Voegeli, (V10.4)Marie Nolcken-Voegeli und (V10.5)Auguste Voegeli nach der Flucht aus dem Baltikum in ihrer neuen Heimat in Braunwald in ihrem "Kaffeestübli" im ehemaligen Schulhaus und Lehrerhaus vom Sommer 1919 bis im Sommer 1924 so erfolgreich, dass sie die notwendigen Mittel erwirtschaften konnten um bereits am 07.11.1924 das Land für den Bau der Pension "Sunnahüüsli" zu erwerben. Ob ihnen dabei, wie in unserer Familie mündlich Überliefert wurde, ihr jüngster Bruder (V10.8)Eugen Reinhold Constantin Voegeli-Günther, finanziell substanziell behilflich war, lässt sich auf Grund der bis jetzt bekannten Materialien, nicht feststellen.

Gemäss Grundbuch beurkunden, Vögeli Auguste, Nolcken-Vögeli Marie und Beck-Vögeli Elisabeth Witwe, zu je 1/3 in Braunwald (Sack) Gde. Rüti, Kauf und Neubau:
A: Ein Wohnhaus zum Kaffeestübli Nr. 584
B: Der Platz dabei Nr. 160, Plan 6, 7a 23 m2
Mit dem Verkäufer, F. Schuler, Oberschräen Braunwald, wird gemäss Tagbucheintrag Beleg Nr. 918 (Q24KS S.5) vom 7.11.1924 ein Kaufvertrag abgeschlossen. Dieser regelt sinngemäss folgendes:
Das vom Grundstück Nr. 295 abgetrennte Land zum Bau eines Hauses umfasst 550m2 und
kostet Fr. 1'390.-.
Inbegriffen ist das Wasserbezugsrecht auf dem Grundstück des Verkäufers.
Unterhalt der Wasserfassung und Leitung ist Sache des Käufers.Der Überlauf des Brunnens
und die übrigen Abwässer dürfen auf das Land des Käufers abgeleitet werden.


472.1.Beil.3.Fo 9.FSu.14.1.1.Sunnahuusli474.1.Beil.3.Fo 9.FSu.18.4Schw1926Ungefähr aus dem Jahr 1925 existiert ein Foto mit dem Neubau "Kaffeestübli Sunnahüüsli" 1400m über Meer, kleines Erholungsheim, das ganze Jahr geöffnet, sorgfältige Verpflegung. (Ordner L_143_Fotos.Dok.Quel. 9.FSU.1)
Auf einem späteren Foto ist festzustellen, dass das "Sunnahüüsli" baulich nach Norden um einige Meter erweitert wurde. Wann dies vorgenommen wurde, konnte bis jetzt nicht festgestellt werden. In den folgenden Jahren betrieben sie nun gemeinsam mit steigendem Erfolg das neue Sunnahüüsli als Teehaus und Pension.

 

1926 besucht Hanna ihre Schwestern in Braunwald um das Sunnahüüsli zu besichtigen. Auf einem Bild von 1926 sind die vier Schwestern festgehalten:
Hinten v.l.n.r.: (V10.3)Ella Beck-Hefti, (V10.5)Auguste Voegeli,
Vorne v.l.n.r.: (V10.4)Marie Nolcken-Voegeli, (V10.2)Hanna von Radecki-Voegeli

 

473.1.Beil.3.Fo 9.FSu.11.GruppenbildBrwIn der Pension Sunnahüüsli war immer Hochbetrieb. Im Dezember 1926 trifft man sich bei den drei Tanten und macht auf einem Spaziergang ein Gruppenbild der ganzen Gesellschaft:

V.l.n.r.: Herr Klavadel?,(V11.1)Lorli Voegeli, (V11.7)George Voegeli, (V11.6)Edith Voegeli, Mutter (Gü4.8)Olga Voegeli-Günther, (V11.4)Gritli Voegeli, Pfarrer Jacques Hefti von Schwanden - sterblich in Ella Beck-Voegeli verliebt, (V11.5)Elli Voegeli, (V10.3)Ella Beck-Voegeli, Dienerin Christine Bormann, (V10.4)Marie Nolcken -Voegeli.

Am 25.04.1927 Heiratete die Schwester (V10.3)Witwe Elisabeth Beck-Voegeli den aus Schwanden gebürtigen jungen Pfarrherr Johann Jakob Hefti und zog mit ihm nach Avers Cresta.

1930 fand er eine Pfarrstelle in Hemberg. Darauf entschied sie sich Ella ihren Anteil an der Liegenschaft "Sunnahüüsli" an ihre zwei Schwestern Auguste und Marie abzutreten.

Am 20.02.1930 wird gemäss Grundbuch Beleg 176 (Q24KS S.1-2) diese
Abtretung vollzogen. Neu als Eigentümerinnen sind je zu ½ aufgeführt
(V10.5)Vögeli Auguste und (V10.4)Nolcken-Vögeli Marie.
1929 wurde das neue Schulhaus umgebaut und aufgestockt.

476.1.Beil.3.Fo 9.FSu.19.FamFest.19321930 wurde das ehemalige alte Schulhäuschen das darauf noch als Lehrerwohnung genutzt worden war, das "Sackhüsli", wo 1919 bis 1925 die Geschwister Voegeli wohnten und das "Kaffeestübli" eingerichtet hatten abgebrochen. An seiner Stelle wurde das heutige Hotel Tödiblick erstellt.

Im Dezember 1932 wird gemeinsam im Sunnahüüsli der 60 igste Geburtstag von (Gü4.3)Toni Voegeli-Günther gefeiert. Es ensteht das obligatorische Gruppenbild.

V.l.n.r.: (V10.3)Ella Hefti-Voegeli, Jacques Hefti-Voegeli, (V10.5)Auguste Voegeli, (V10.4)Marie Nolcken-Voegeli, (Gü4.8)Olga Voegeli-Günther, (V10.7)Johann Carl Richard Voegeli-Günther, (V9.9.1b)Anna Voegeli-Rabensee, (Gü4.3)Toni Voegeli-Günter - die Jubilarin, vorne sitzend (V9.7)Paul Melchior Voegeli Rabensee

Am 11.04.1934 stirbt (V10.5)Augusta Ernestina Voegeli (Gustchen) ledig im Spital Glarus. (Q24KS S.1-2)
Damit entsteht für die eine Hälfte eine Erbengemeinschaft der Augusta Ernestina Voegeli, Beleg Nr. 575. (Q24KS S.1-2) und die andere Hälfte gehörte weiterhin Maria Theophila Nolcken-Vögeli.

477.1.Beil.3.Fo 9.FSu.14.2.SunnahuusliBevor Hanna endgültig nach Braunwald zieht wurde das Sunnahüüsli 1934 oder 1935 um einige Meter nach Osten baulich erweitert. So enstand hinter der Gaststube eine weitere Stube mit einem Balkon und im Obergeschoss zwei weitere Zimmer für die Pension. Die Zahl der zufriedenen Gäste nahm laufend zu.

Ende 1935 oder anfangs 1936 zog (V10.2)Johanna Amalie von Radecki-Voegeli in ihrem siebzigsten Altersjahr zu ihrer Schwester (V10.4)Maria Theophila von Nolcken-Vögeli. Die Pension Sunnahüüsli wird nun erfolgreich gemeinsam weiterbetrieben.

 

 

1939 wurde Braunwald als politische Gemeinde eigenständig und trennte sich von der Gemeinde Rüti.
Nach dem Tod von (V10.3)Anna Elisabeth Voegeli-Hefti (Ella), am 7.11.1951 zog Christine Borman, vierundachzigjährig ins Sunnahüüsli und half bis zum Tode von (V10.2)Johanna Amalie von Radecki-Voegeli am 11.05.1964 in der Pension mit.



4.8.3. Das "Sunnahüüsli" wird vererbt
478.1.Beil.3.Fo 9.FSu.20.MariavNolck1940Am 26.09.1940 starb auch (V10.4)Maria Theophila Nolcken-Vögeli. Beleg Nr. 575. (Q24KS S.1-2)
Im Beleg zum Tagebuch des Waisenamtes Braunwald vom 18.5.1941 Nr. 575/77 wird eine Erbbescheinigung für die gesetzlichen Erben ausgestellt. Darin werden alle Erbberechtigten aufgeführt.
A. Die Geschwister und
B. die Geschwisterkinder.
(Siehe Originalbelegkopie Papier-Ordner Q24K. S.6-7, QO. L.R. Huber)
Über den Nachlass wurde das öffentliche Inventar durchgeführt. Nach Abschluss desselben und Bekanntgabe an die Erben, haben zufolge der grossen Unterbilanz die übrigen 7 gesetzlichen Erben am 18.05.1941 schriftlich die Ausschlagung der Erbschaft beim Zivilgerichtspräsidenten eingereicht. (Siehe Originalbelegkopie Q24K. S.8-9)

Am 16.07.1941 werden deshalb gemäss Beleg Nr. 577, (Q24KS S.1-2)
(V10.3)Hefti-Vögeli Anna Elisabeth, geb. 1866, Ehefrau des Pfarrer Joh. Jakob Hefti von Schwanden, in Valzeina (Graubünden) und
(V10.8)Vögeli Eugen Reinhold Konstantin, Kaufmann, geb. 1878 des Johann Balthasar sel., von Rüti (Glarus), in Küsnacht (Zch) Mittelfeldstr. 7 zu Gesamteigentum (Miterben).

Am 07.11.1951 stirbt (V10.3)Anna Elisabeth Voegeli-Hefti (Ella), in Walzenhausen und damit wird gemäss Grundbucheintrag Beleg 1460, (Q24KS S.1-2) (V10.8)Vögeli Eugen Reinhold Konstantin, Kaufmann, geb. 1878 des Johann Balthasar sel., von Rüti (Glarus), in Küsnacht (Zch), Seestr. 57, Alleinerbe des "Sunnahüüsli".

Am 01.06.1957 verkauft er (kurz vor seinem Tod am 18.07.1957 in Stäfa) das "Sunnahüüsli" gemäss Grundbucheintrag Beleg Nr. 711 (Q24KS S.1-2) an Stuber Alexander Johann, Hotelier (Hotel Tödiblick), geb. 1935, des Alexander, von Seedorf/BE, in Braunwald.
Darin ist vertraglich ein lebenslängliches Wohnrecht für (V10.2)Johanna Amalia von Radecki-Voegeli (Hanna), geb. 8.4.1865, vereinbart, die erst sieben Jahre später, am 11.05.1964 in Braunwald in ihrem 99zigsten Altersjahr stirbt. Christine Borman, die sie bis zu ihrem Tod betreute zieht danach ins Altersheim Braunwald und erreicht noch das hohe Alter von 103 Jahren.